Lea Stein – „famous designer of french jewelry“

Lea Stein (* 1931) – die Meisterin der Ansteck-Tiere

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Ob Fuchs, Panther, Poirot, Heuschrecke (Cicada), Schmetterling – die Französin Lea Stein hat sich in der Schmuckwelt einen besonderen Namen gemacht: als innovative und meist beachtete Designerin der Kunststoff-Schmuckbranche des 20. Jahrhunderts. Ihre Kreationen erinnern an den Deco-Stil der 30er Jahre. Jedes Stück ist von innovativer Handwerklichkeit begleitet und macht jedes zu einem wunderschönen Designerstück.

Materialien und Herstellungsprozess

Die Designerin trat 1957 in die Modeindustrie, Bereich Textilien, ein und 1965 in die Kunststoffindustrie. Unterstützt von ihrem Mann, dem Chemiker F. Steinberger gelang es Lea Stein sehr dünne Platten aus Celluloseacetat*/** (Rhodoid***) übereinander zu laminieren zu einem “multi-coloured sandwich of plastic”. Diese wurden in Öl gebacken, abgekühlt und in Formen geschnitten.

1967 kreierte sie Knöpfe, dann Broschen, Reifen, Halsketten, in die Spitze oder Brokat eingearbeitet wurde. Danach lässt sich ihre Produktion in zwei Schaffensperioden einteilen.

Vintage Periode: 1969 -1981

In dieser Zeit hatte Lea Stein mehr als 50 Arbeiter und ihre Kreationen wurden in Kaufhäusern und Boutiquen verkauft. In den 70er Jahren erwarb sie sogar eine Lizenz an der französischen Kinder-Fernsehshow „l´ile aux enfants“ und produzierte mit dem Showzeichen 75 gefertigte Broschen wie K(C)asimir, Tiffinis und Calimero. Sie sind aber sehr selten. Im Jahr 1981 florierte ihr Geschäft nicht mehr und sie verkaufte einen Großteil ihres Stocks an einen Amerikaner, der ihre Kreation so erfolgreich wieder verkaufte, dass Lea Stein damit den Titel „famous designer of french jewelry“ gewann.

Aus dieser Periode stammen Stücke wie
• Elephants, Hippo, Camel, Alligator, Fox-Face mit Rhinestones, Rabbit, div. Dogs & Cats (z. B. Tomcat) Felix, Birds & Insects
• Children, wie Rainbow and umbrella pins, little dancing girl, Maya, Skateborder
• Florales-Blueberries, Edelweiss und Flower pot
• Women wie Skarlet, Carmen, Corolle, Ballarina, Colerette, Tennis-Woman
• die meisten geometrischen Pins
• Haarkämme
• Reifen und Stretcharmbänder
• Colliers
• Ohrringe
• solche mit Strasssteinen
• Isle of children
• Buttons

Die ganz frühen Teile im Siebdruck stellen oft Frauen im Artdeco-Stil dar.

Moderne Periode: 1988 bis heute

Im Jahr 1988 nahm Lea Stein ihre Produktion wieder auf und brachte jährlich neue Designs heraus, wie z.B.

• Fuchskopfohrringe und Katzenkopfohrringe
• Buba (owl), Bacchus, Attila ,Tortoise ,Ric the dog, Gomina
• Ladybug (ab 1998)
• Porcupine (2000)
• Penguin, Cicada (2001)
• Christmas tree
• Sacha , Poofie , Tom, Maple
• Tortoise
• Porcupine
• Owl +Owl-head
• Sleeping cat pin/Standing cat /Cat with a ball
• Cat head pin
• Ric the Terrier

Zu den neuesten Kreationen zählen „Kimdoo“, „Horse“, „Kokoka“.

Signierter Modeschmuck – made by Lea Stein

Die Anstecknadeln auf der Rückseite haben meist eine charakteristische V-Nadel mit der Signatur Lea Stein aus Metall. Sie werden heiß in den Kunststoff gedrückt. Einige frühere Stücke sind nicht signiert. Die Produktionszeit exakt zu bestimmen, ist nicht immer einfach. Dafür muss man neben der Signatur, Material und Muster eingehend und fachmännisch untersuchen. Es gibt keine First- oder Second-Hand-Produktion, viele Stücke werden noch produziert.

Viele Lea-Stein-Anstecknadeln finden Sie hier.

* Bitte nicht verwechseln mit dem Celluloid.
** Celluloseacetat wurde 1864 entdeckt, und aus Holz oder Baumwollfasern mit Essigsäure + Essigsäureanhydrid zu einem Pulver verarbeitet. Gemischt mit Farben und Chemie entstand ein Kunststoffbrei.
*** Rhodoid wird noch heute in der Industrie oft verwendet.